Bird Swinging

Translate

Sonntag, 26. Februar 2017

Der Nachtalb - Kurzgeschichte

Da ich so zwischendurch, mal ab und zu, eine Kurzgeschichte schreibe ... und diese nun auch nicht auf meinem PC vergammeln sollen, dachte ich mir ich könnte ja so nach und nach mal eine hier einstellen.

Hier nun meine zweite Kurzgeschichte. Im Juli 2008 geschrieben.
Die Geschichte ist von mir frei erfunden. Evtl. Ähnlichkeiten mit Gegebenheiten oder lebenden Personen sind rein zufällig.


Vorab gesagt ... ich schreibe diese Kurzgeschichten aus Spaß an der Freud und sie sind natürlich keine literarischen Meisterwerke. Also habt Mitleid mit mir und drückt evtl. ein Auge zu  😉


Der Nachtalb ... eine Kurzgeschichte


Es war eine tiefrabenschwarze Nacht. Kein Mond war am Himmel zu sehen. Nur der leichte Lichtschimmer einer Straßenlaterne drang in das kleine Zimmer. Sahra lag in ihrem Bett und starrte an die Decke. Sie war stinkewütend. Mit ihren 16 ½ Jahren war sie nun doch wirklich alt genug auf die Party von Robert, dem Bruder ihrer besten Freundin Sonja, zu gehen. Aber nein, sie hatte Hausarrest. Nur weil sie gestern eine halbe Stunde zu spät nach Hause kam. Konnte sie vielleicht was dafür, das ihr der Bus vor der Nase weggefahren war und nur alle halbe Stunde die Busse fuhren? Nein, aber ihre Eltern sahen das anders.
„Du musst lernen Verantwortung zu tragen. Wärst du eher aus der Disco raus, hättest du den Bus nicht verpasst.“ hatte ihr Vater argumentiert. Ja und nun lag sie hier, während alle anderen feierten, und war mit sich und der Welt uneins.

Gerade begannen Sahra einzunicken, da schrack sie auch schon wieder hoch. War da nicht gerade ein Geräusch gewesen? Wie das flattern einer großen Fahne im Wind? Sahra versuchte das Dunkel in ihrem Zimmer mit den Augen zu durchdringen. Natürlich war da nichts zu sehen. Was hätte da auch zu sehen sein sollen? Nichts, was nicht auch tagsüber da gewesen wäre. Sahra drehte sich auf die Seite und schloss erneut die Augen. Blos nicht darüber nachdenken wie viel Spaß ihre Freunde jetzt wohl hatten.

Sahra war gerade wieder am wegdösen, da setzte sich jemand zu ihr an die Bettkannte. Schlaftrunken wie sie war, fragte sie: „Was ist denn los? Ich schlaf ja schon.“ In der Annahme es wäre ihr Vater oder ihre Mutter, machte sie sich nicht mal die Mühe die Augen zu öffnen, geschweige denn sich umzudrehen. Aber die Stimme die ihr antwortete, war nicht die ihrer Eltern. Die Stimme war dunkel und sanft und verursachte tief in ihrer Bauchgegend ein angenehmes ziehen. „Hallo Sahra, hab keine Angst. Ich will dir nichts böses tun.“ Jemand berührte sie sachte an der Schulter. „Dreh dich doch bitte zu mir um und sieh mich an.“ Schlaftrunken drehte sich Sahra um und blinzelte mit ihren Augen. Zuerst sah sie nur einen dunklen Umriss, doch so nach und nach konnte sie Einzelheiten erkennen.
Vor ihr saß ein junger Mann, vielleicht 20 Jahre alt. Er hatte dunkle Augen und dunkle kurzgeschnittene Haare. Sahra vermutete, das sowohl die Augen wie auch die Haare tiefschwarz waren. Das Gesicht des jungen Mannes war nicht einfach nur attraktiv, es war geradezu unverschämt schön. Noch nie hatte sie einen so schönen Menschen gesehen. Ihr schlug das Herz bis zum Hals. Er trug so etwas wie einen Umhang, der ihm um die Schultern fiel. Aber nein, bei genauerem hinsehen konnte Sahra riesige Fledermausflügel erkennen, die er um seine Schultern gelegt hatte.
Irgendwie in ihrem Hinterkopf dachte Sahra daran, das sie eigentlich Angst haben müsste, weil da ein fremder Mann an ihrem Bett saß, aber der Gedanke blitze nur ganz kurz in ihrem Gedächtnis auf und war dann auch gleich wieder verschwunden.
Der Mann sah Sahra direkt in die Augen und dann huschte ein freches Lächeln über sein Gesicht. Dabei waren die Zähne in seinem Mund deutlich zu sehen und Sahra konnte erkennen das er spitze Eckzähne hatte. „Bist du ein Vampir?“ fragte Sahra. Worauf das Lächeln nur noch breiter wurde. „Glaubst du an Vampire?“ fragte er zurück. Sahra schüttelte den Kopf. „Eigentlich nicht, aber ich seh mir die Vampirfilme gerne an.“
„Nein, ich bin kein Vampir. Mein Name ist Dargon und ich bin ein Nachtalb.“ erwiederte er. Sahra sah in fragend an: „Was ist ein Nachtalb?“ „Nachtalben bringen den Menschen die Albträume“ erklärte Dargon. „Die Albträume? Das ist aber nicht sehr nett.“ Sahra schüttelte sich. „Nunja, die Albträume bringen wir euch Menschen, damit ihr euch fürchtet. Diese Furcht ist unsere Nahrung, wir leben von der Furcht der Menschen.“
„Ich hatte schon lange keine Albträume mehr“ meinte Sahra. Dargon grinste Sahra an: „Ich weiß. Seit ein paar Jahren bin ich für dich zuständig, seit dem hast du keine Albträume mehr.“ Sahra schaute ihm in die Augen. „Warum lässt du mich keine Albträume träumen?“ fragte sie. Nun wurde Dargon etwas verlegen. Unbehaglich wich er ihr mit den Augen aus und druckste herum. „Nunja, ähmmm, also, als ich vor ein paar Jahren die Zuständigkeit für dich bekam, ähmmm, also da ist etwas passiert.“ Sahra sah ihn fragend an. „Was ist da passiert?“ „Naja“ Dargon druckste weiter herum. „Naja, weißt du. Wir Nachtalben kennen nur wenige Gefühle. Wir kennen nur die Angst welche wir bringen und die uns nährt.“ „Ja, und weiter.“ Sahra war jetzt neugierig. „Najaaaaa, also, als ich dich zum ersten mal sah war da so ein warmes angenehmes Gefühl in mir. So etwas hatte ich vorher noch nie gefühlt.“ Dragon wurde rot bis unter die Haarspitzen. „Aha, und weiter.“ Sahra legte den Kopf schief und sah Dragon weiter an. „Ok, also, ähmmm, nach einiger Zeit bekam ich dann raus was das für Gefühle sind die ich dir gegenüber habe.“ Dargon schluckte. „Ich bin der erste Nachtalb, der sich verliebt hat.“ Jetzt war es raus. Er sah Sahra vorsichtig an. Sahra musterte ihn lange und nachdenklich. Dann beugte sie sich langsam vor und gab Dargon einen kleinen Kuss auf den Mund. „Ich denke wir zwei haben uns noch viel zu erzählen.“ meinte sie und grinste ihn ihrerseits an.

Am nächsten Morgen als Sahra zum Frühstück kam, hatte sie dunkle Ränder unter den Augen. „Na, warst du so wütend auf uns, das du nicht schlafen konntest?“ fragte ihr Vater sie. Sahra verkniff sich ein Grinsen. „Nein Paps, ich bin nicht mehr sauer auf euch. Ich hatte nur die ganze Nacht einen Albtraum.“

Nachwort:

Komischerweise wollte Sahra von da an gar nicht mehr auf Party´s gehen. Ihre Eltern wunderten sich sehr, das sie immer schon so früh zu Bett ging. Aber wie Eltern nun mal so sind, waren sie froh, das sie sich keine Sorgen wegen Sahra machen mussten. Denn wer nicht auf Party´s geht kann ja nix anstellen. … grins …. Aber warum nur sah Sahra in der Frühe immer so erledigt und unausgeschlafen aus?  

Mittwoch, 30. September 2015

Juhuuuu .. ich bin zum zweiten mal Tante

Meine kleine Nichte wurde heute um 13:09 Uhr auch per Kaiserschnitt auf die Welt geholt.

Die Kleine heißt Nora Anna (Anna zum Gedenken an meine Oma) und ist
53 cm groß, wiegt 4410 g und hat einen Kopfumfang von 36,5 cm.

Sie ist genau so eine hübsche Maus wie ihre größere Schwester, allerdings mit mehr und dunkleren Haaren.

Mutter und Kind geht es soweit gut.

Mama, Papa und Schwester sind ganz stolz auf den kleinen Sonnenschein.
Der Rest der Familie natürlich auch.



Kurz nach der Geburt.


Montag, 3. August 2015

Zum Gedenken

Zum Gedenken an meine Oma, welche am 17. April 2015 mit 91 Jahren verstorben ist.
Heute hätte sie ihren 92. Geburtstag gefeiert.

Dies ist eins der letzten Bilder die ich von ihr habe.

Sie hat uns ohne jegliche Vorwarnung verlassen.
Einfach eingeschlafen .... für sie natürlich schön ... für uns war es ein Schock.

Wir vermissen sie doch sehr und denken sehr oft an sie.



Dienstag, 7. Januar 2014

Tante Tinchen - Kurzgeschichte

Da ich so zwischendurch, mal ab und zu eine Kurzgeschichte schreibe ... und diese nun auch nicht auf meinem PC vergammeln sollen, dachte ich mir ich könnte ja so nach und nach mal eine hier einstellen.

Den Anfang macht meine erste Kurzgeschichte die ich im Mai 2008 schrieb.
Die Geschichte ist von mir frei erfunden. Evtl. Ähnlichkeiten mit Gegebenheiten oder Personen sind rein zufällig.

Vorab gesagt ... Ich schreibe diese Kurzgeschichten aus Spaß an der Freud und sie sind natürlich keine literarischen Meisterwerke. Also habt Mitleid mit mir und drückt evtl. ein Auge zu. ;)

Tante Tinchen .... ein Kurzkrimi

Hildegard und Bernhard Springer standen vor der Tür von Tante Tinchens Haus und warteten darauf das sie öffnete. Als die Türe dann aufging standen sie einer kleinen, gebrechlich wirkenden alten Dame, mit schneeweißem Haar, gegenüber.
„Na wird ja auch Zeit. Das ihr auch schon da seid.“ begrüßte sie Tante Tinchen. So niedlich die Tante auch aussah, so sehr täuschte dieses Aussehen und der verniedlichte Name. Tante Tinchen war eine alte Beißzange.
Aber sie war Bernhards Erbtante, und sie hatte ihm vor Jahren sein Studium finanziert. Also war es sozusagen ihre Pflicht die Tante jedes zweite Wochenende zu besuchen.
Die beiden folgten Tante Tinchen ins Wohnzimmer, in dem der Kaffeetisch schon gedeckt war.
Hildegard überreichte Tante Tinchen ein kleines Geschenkpaket: „Hier Tante Tinchen, ich hoffe du freust dich darüber.“
„Na hoffentlich sind das nicht schon wieder diese scheußlichen Badeperlen, die du mir sonst immer mitbringst. Die riechen genauso penetrant wie eine alte Puffmutter. Außerdem kann ich schon langsam damit handeln, bei der Menge die du mir bis jetzt geschenkt hast.“ blaffet Tante Tinchen zurück.
„Nein, nein Tante Tinchen, diesmal hab ich dir was gutes mitgebracht. Du wirst dich sicher freuen.“ Hildegard verdrehte genervt die Augen hinter Tante Tinchens Rücken.
Die Tante packte das Päckchen aus und stieß einen Entsetzensschrei aus:“ Ahhh, bist du wahnsinnig. Du weißt doch das ich Diabetikerin bin. Willst du mich umbringen? Was soll ich denn mit Pralinen?“
„Aber nein Tante Tinchen, natürlich weiß ich das du Diabetikerin bist. Das sind selbstgemachte Pralinen, nach einem Rezept, extra für Diabetiker geeignet.“ Hildegard sah hilfesuchend ihren Mann an.
„Also wirklich Tante Tinchen, Hildegard wollte dir einfach nur was gutes tun. Sie stand gestern den ganzen Nachmittag in der Küche und hat die Pralinen für dich gemacht.“ wand Bernhard beschwichtigend ein.
Tante Tinchen lud mit einer Handbewegung zum Kaffetisch ein.
„Sonst hat sie den ganzen Tag ja auch nichts zu tun.“ protzelte Tante Tinchen gerade leise genug vor sich hin, das Hildegard es auch ja noch verstehen konnte.

Knapp eine Woche später klingelte es bei Bernhard und Hildegard. Als Hildegard öffnete stand ein Mann vor ihrer Tür, der ihr einen Ausweis unter die Nase hielt. „Guten Tag Frau Springer. Mein Name ist Roland Meisner, Kriminalpolizei. Hätten sie einen Moment Zeit für mich?“
Verdattert bat Hildegard den Kriminalbeamten in ihr Wohnzimmer und bot ihm einen Platz an. Als sie sich ihm gegenüber niedergelassen hatte, fing Herr Meisner zu reden an.
„Also Frau Springer, ich hätte da ein paar Fragen an sie. Ihnen ist doch eine ältere Dame Namens Christina Springer bekannt? Soweit ich weiß handelt es sich dabei um eine Tante ihres Mannes.“
Hildegard nickte: „Ja, Tante Tinchen ist die Schwester von Bernhards Vater. Sie hat sich nach dem Tod von ihm finanziell um meinen Mann gekümmert als er noch Studierte. Was ist denn mit ihr?“
„Nun ja, leider muss ich ihnen mitteilen, das vor drei Tagen bei ihrer Tante eingerochen wurde und sie von den Dieben bedroht wurde.“ fing Herr Meisner zu erzählen an.
„Um Gottes willen, ist mit Tante Tinchen alles in Ordnung?“ unterbrach ihn Hildegard.
„Ja, ja, seien sie beruhigt, ihrer Tante geht es soweit gut, ein kleiner Schreck, aber ansonsten ist sie wohlauf.“ beschwichtigte Herr Meisner Hildegard.
„Wie sich im Verlaufe unserer Ermittlungen herausstellte. Bot ihre Tante den Dieben, im Bestreben diese zu abzulenken, Pralinen an. Diese kippten dann nach dem Genus der Pralinen auf einmal um und ihre Tante rief die Polizei. Wie unser Labor feststellte waren die Pralinen mit Giftstoffen versetzt. Gott sei dank nicht so vielen, so das die Diebe zwar nun im Krankenhaus liegen, aber ansonsten den Umständen entsprechend wohlauf sind. Allerdings teilte uns ihre Tante mit, das sie die Pralinen von ihnen am letzten Wochenende geschenkt bekam.“ Herr Meisner zog eine Augenbraue fragend nach oben.
Hildegard wurde blass: „Mein Gott, als ich die Pralinen gerade herstellte klingelte das Telefon. Als ich nach dem Gespräch zurück in die Küche kam, lag das Pflanzenschutzmittel auf dem Boden. Unsere Katze hatte es vom Schrank runtergestoßen. Dabei muss wohl etwas davon in die Pralinenmasse gefallen sein. Oh Gott, oh Gott was da alles hätte passieren können.“

Als Hildegard und Bernhard das nächste mal bei Tante Tinchen am Kaffetisch saßen, war Tante Tinchen wie ausgewechselt.

„Meine liebe Hildegard, du hast mir mit deinen Pralinen das Leben gerettet. Wer weiß was diese Kerle mit mir gemacht hätten wenn sie mit dem Ausräumen des Hauses fertig gewesen wären. Aber ich muss schon sagen, zum Glück hasse ich Pralinen.“ und sie hielt sich lachend den Bauch.


Sonntag, 29. Dezember 2013

Ein kleines Fotomodel mit meinem Weihnachtsgeschenk

Ich hab meiner Nichte zu Weihnachten ja Mütze, Halssocke und Handstulpen gemacht.

Das Foto mit dem kleinen Model möchte ich nicht vorenthalten.


Sieht das nicht süß aus. Foto-Model mit Schoko-Schnute ... lol.

Und das schöne ist ... die Handstulpen lässt sie wenigstens an (Handschuhe mag sie nicht).


Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...

Print PDF